Bedeutung und Behebung

Jitter beschreibt Schwankungen in der Daten-Übertragungsgeschwindigkeit. Bei Echtzeitanwendungen wie Videokonferenzen kann dies zu merklichen Störungen führen. Das wirkt sich negativ auf die Bild- und Tonqualität aus und verursacht erhebliche Störungen bei Videokonferenzen.

 

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Jitter: Das Wichtigste in Kürze

  • Jitter-Definition: Schwankungen in der Übertragungsgeschwindigkeit von digitalen Datenpaketen, die bei Videokonferenzen zu Störungen führen können.
  • Auswirkungen von Jitter: Verursacht Ton- und Bildverzögerungen, die den Ablauf der Kommunikation bei Videokonferenzen stören.
  • Latenz: Konstante Verzögerung der Datenübertragung. Jitter beschreibt unregelmäßige Schwankungen.
  • Ideale Jitter-Werte: Ein Jitterwert unter 30 ms ist ideal, ein Wert über 50 ms kann die Qualität beeinträchtigen.
  • Lösungen: Reduzierung von Jitter durch kabelgebundene Verbindungen, moderne Hardware, QoS-Einstellungen und Jitter-Buffer.


Was ist Jitter?: kurze Definition

Jitter (zu Deutsch „Schwankung“ oder „Fluktuation“) bezeichnet den unregelmäßigen, zeitlich verzögerten Abstand einzelner Datenpakete bei der Übertragung über Netzwerke. In einem idealen Netzwerk würden alle Daten in gleichmäßigen Abständen zu einem Zielgerät, zum Beispiel von Anrufer zu Anrufer, übertragen werden.

 

In vielen Unternehmen ist das bei Videokonferenzen jedoch selten der Fall. Verzögerungen durch Netzwerküberlastung, veraltete Hardware oder Störungen auf der Übertragungsstrecke führen dazu, dass die Datenpakete unregelmäßig eintreffen.

Grundlegendes: Latenzen vs. Jitter

Latenz (engl. Latency) beschreibt die konstante Laufzeit, mit der ein Datenpaket von A nach B übertragen wird. Jitter hingegen ist die Schwankung dieser Laufzeit. Ein Netzwerk mit hoher Latenz, aber konstanten Übertragungszeiten, kann stabil laufen. Kritisch wird es, wenn die Latenz stark schwankt, also sogenannter Jitter entsteht.

 

Im Zusammenhang mit Echtzeitkommunikation, zum Beispiel bei der Verwendung von Videokonferenz-Software oder Streaming, ist weniger die durchschnittliche Latenz das Problem, sondern die Schwankung bei der Übertragung von Paket zu Paket. Eine stabile Netzwerktechnik mit niedriger Latenz und minimalem Jitter ist daher Grundvoraussetzung für eine gute Nutzererfahrung bei digitalen Meetings.

 

Wie macht sich Jitter bemerkbar?

Besonders in Videokonferenzen, bei denen Sprache und Bild in Echtzeit übertragen werden, ist Jitter ein kritischer Faktor. Schon geringe Schwankungen können dafür sorgen, dass die Stimme abgehackt klingt oder das Bild stockt. Und das stört den Ablauf einer Konferenz.

Je nach Art äußert sich Jitter unterschiedlich:

  • Konstanter Jitter: Leichte, gleichmäßige Schwankungen.
  • Transienter Jitter: Einzelne, stark verzögerte Pakete führen zu kurzzeitigen Aussetzern.
  • Kurzfristige Schwankungen: Mehrere Pakete in Folge treffen verspätet ein – das kann Bild- und Tonaussetzer verursachen.

 

Häufig führen die Störung dazu, dass Teilnehmer sich wiederholen müssen, Missverständnisse entstehen oder ganze Gesprächsabschnitte verloren gehen. Das erschwert nicht nur Gesprächsfluss, sondern stört auch den professionellen Ablauf von Meetings. Gerade bei seriösen Kundenpräsentationen oder wichtigen Abstimmungen wird dies zu einem ernstzunehmenden Problem.

 

Wie hoch sollte der Jitter sein?

Ein gewisser Jitter-Wert lässt sich technisch kaum vermeiden. Entscheidend ist, wie stark die Abweichung ausfällt. Für Videokonferenzen gelten folgende Richtwerte:

  • Jitter unter 30 ms: Idealwert
  • Jitter 30–50 ms: Qualitätseinbußen möglich
  • Jitter über 50 ms: deutlich wahrnehmbar, Gesprächsqualität leidet

Der tatsächliche Einfluss hängt auch von der verwendeten Plattform und der vorhandenen Netzwerk- und Konferenzraumtechnik ab. Hochwertige Systeme können kleinere Schwankungen ausgleichen. Dennoch sollte der Jitter-Wert bei geschäftskritischen Anwendungen möglichst niedrig gehalten werden.

 

Was kann man gegen Jitter tun? 6 Maßnahmen, um Jitter zu Verhindern

Es gibt eine Reihe technischer und organisatorischer Maßnahmen, um Jitter zu vermeiden oder zu beheben. In Schulen, Hörsälen und Konferenzräumen in Unternehmen kann man mit einem professionell ausgestatteten Konferenzraum dem Jittern vorbeugen. Folgende Maßnahmen sind dabei unverzichtbar:

 

  • Verwendung kabelgebundener Verbindungen: WLAN ist störanfälliger als Netzwerkkabel. Diese bieten mehr Internetstabilität.
  • Moderne Hardware: Veraltete Router oder Switches können Jitter verursachen. Netzwerkkomponenten sollten regelmäßig geprüft und bei Bedarf ersetzt werden.
  • Netzwerklast steuern: Große Datenübertragungen, Backups oder Softwareupdates sollten außerhalb der Meetingzeiten geplant werden. Unternehmen sollten die Belegschaft darüber vor wichtigen Videokonferenzen informieren.
  • Quality of Service (QoS) aktivieren: In Unternehmensnetzwerken lassen sich unter anderem Daten für das Telefonieren über Internet (VoIP) oder Video-Daten priorisieren, andere Daten (z. B. Downloads) werden nachrangig behandelt. Das verhindert Verzögerungen bei Datenübertragungen.
  • Jitter-Buffer verwenden: Moderne Videokonferenzsysteme verfügen über Mechanismen, um Daten zwischenzuspeichern und in einem glatten Rhyythmus zu versenden. Dadurch ist eine Übertragung ohne Verzögerung möglich.
  • Regelmäßige Bandbreiten- und Jitter-Tests: Mit Tools wie PRTG oder Nextiva lassen sich Netzwerke ganz automatisch auf Schwankungen prüfen.

 

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